Deutsche Ido-Gesellschaft / Fundamentaji

Weltsprache »Ido« seit 1907

Ido-Geschichte

Eine gemeinsame Sprache für die Menschheit zu schaffen, ist eine Jahrhunderte alte Idee. Ende des 19. Jahrhunderts wurde besonders stark an der Realisierung dieser Idee gearbeitet. Es entstanden Sprachprojekte, wie Volapük und Esperanto, die ziemlich schnell eine größere Verbreitung in mehreren Ländern fanden.

Im Zusammenhang mit der Weltausstellung 1900 wurde eine Delegation für die Annahme einer internationalen Hilfssprache gegründet, der 310 Gesellschaften aus vielen Ländern beitraten und die die Billigung von 1250 Mitgliedern von Universitäten und Akademien erhielt. 1907 wurde Esperanto nach der Prüfung mehrerer Sprachprojekte als internationale Hilfssprache ausgewählt, mit der Maßgabe, eine Reihe vorgeschlagener Verbesserungen vorzunehmen. Diese wurden mit einem Reform-Esperanto, das den Namen Ido erhielt, realisiert.

Die Verbreitung von Ido als Weltsprache wurde dann vor allem durch die beiden Weltkriege und durch die Spaltung der Welt in feindliche Lager verhindert.

Die Wende 1989 und die neuen Kommunikationsbedingungen mit dem Internet haben neue Möglichkeiten für die Verbreitung des Ido vor allem in Europa, aber auch in der ganzen Welt geschaffen. Viele neue Kommunikationsbeziehungen sind bereits entstanden und entwickeln sich weiter. Ido könnte die Hilfssprache für die Verständigung im Europäischen Parlament werden, das nach seiner Erweiterung im Mai 2004 einen gewaltigen Übersetzungs aufwand zwischen mehr als 20 Sprachen benötigt. Die vielen Sprachen sind Verständigungsbarrieren, die überwunden werden können, und zwar mit Hilfe der Weltsprache Ido.

Was ist Ido? Was kann Ido?

Ido ist eine Sprache, die von Wissenschaftlern verschiedener Länder für die internationale Verständigung entwickelt wurde. Ido ist verhältnismäßig leicht erlernbar und zugleich klar im Ausdruck. Ido basiert auf dem Wortschatz europäischer Sprachen. Als Wortwurzeln wurden diejenigen ausgewählt, die am häufigsten in den Sprachen vorkommen.

Die Grammatik ist einfach und übersichtlich. Für die Verständigung Unnötiges wird vermieden, z. B. bei Deklination und Konjugation. Es gibt keine Ausnahmen.

Die Wortarten sind an ihren Endungen zu erkennen. Jeder Buchstabe wird immer gleich gesprochen. Durch die Verwendung von Buchstaben, die auf jeder Tastatur vorhanden sind, eignet sich Ido sehr gut für die Kommunikation im Internet. Ido verdrängt nicht die Nationalsprachen, sondern dient der Verständigung zwischen den Völkern.

»Ich übersetzte einen Teil meiner chemischen und philosophischen Werke in Ido und stellte fest, daß die Übersetzung nicht nur kürzer war als der deutsche Text, sondern daß sie auch die Gedanken klarer und präziser wiedergibt.«

Prof. Wilhelm Ostwald, Nobelpreisträger