Deutsche Ido-Gesellschaft / PresseExpolingua2013

Berlin, den 7. November 2013

Sehr geehrte Damen und Herren!

Als Präsident der Deutschen Ido-Gesellschaft e.V. möchte ich Sie über die Teilnahme der Deutschen Ido-Gesellschaft an der diesjährigen Sprachmesse Expolingua vom 15.-17.11. 2013 im Haus der Russischen Kultur, in 10117 Berlin-Mitte, Friedrichstraße 176 – 179, informieren. Auf der Expolingua, Deutschlands größter Sprachmesse, werden dieses Jahr etwa 150 Aussteller aus 25 Ländern vertreten sein. Neben den beliebten kleinen Einführungssprachkursen zu verschiedenen Sprachen werden Experten auf Vorträgen auch auf Sprachtests, Lernmethoden oder Austauschprogramme eingehen. Der Besuch der Vorträge und Sprachkurse ist für Messebesucher kostenlos. Studenten und Schüler können desweiteren kostenlosen Eintritt bei Bestellung des Besucherflyers erhalten.

Unsere lokale Gruppe, die Ido-Amiki Berlin, wird wie in den Vorjahren an einem eigenen Stand zu Aktivitäten der deutschen und internationalen Ido-Bewegung informieren und aktuelle Literatur und Lehrmaterialien vorstellen. Am Samstag, dem 16.11., wird Dr. Detlef Groth von 10:30 – 11:15 Uhr unter dem Thema: „Plansprache Ido“ die Grundlagen der Sprache Ido vorstellen.

Die Deutsche Ido-Gesellschaft e.V. fördert die Verbreitung und Anwendung der Plansprache „Ido“ zur Durchsetzung einer gleichberechtigten internationalen Kommunikation. Ido wurde 1907 durch ein internationales Wissenschaftlergremium als Welthilfssprache auf der Grundlage des Esperanto zu diesem Zweck empfohlen. Vom Esperanto unterscheidet sich Ido im wesentlichen durch die Begrenzung des Zeichensatzes auf das lateinische Alphabet, eine stärkere Verankerung in den natürlichen Sprachen bei Grammatik und Wortbildung, eine strikte Geschlechtsneutralität und den Verzicht auf die übermäßige Wortbildung durch einfache Verneinung/Negation. Dadurch wird Prinzipien von Schönheit und Ausdrucksstärke Rechnung getragen. Ido ist die nach Esperanto am weitesten verbreitete internationale Plansprache mit eigenen Publikationen und Periodika, internationalen Konferenzen und einer lebendigen Sprachgemeinschaft. Gegenwärtig erscheinen 7 Zeitschriften regelmäßig auf Ido. Im nächsten Jahr begeht die Ido-Bewegung den 100. Todestag einer herausragenden Persönlichkeit der Ido-Bewegung. Mit dem gewaltsamen Tod des französischen Mathematikers Louis Couturat am Anfang des 1. Weltkrieges, erlitt die Ido-Bewegung einen unersetzlichen Verlust an der Zeiten-Schwelle in die moderne Zeit. Trotz dieses und vieler weiterer Rückschläge sind wir weiterhin überzeugt von der Notwendigkeit einer neutralen, schönen und leicht erlernbaren Zweitsprache für Jeden und setzen uns dafür ein.

Ähnlich wie die Revolution der Kommunikationsmittel am Ende des 19. Jahrhunderts die Welt verändert hat, befinden wir uns heute mit der Verbreitung des Internets erneut in einer kommunikativen Umbruchphase. Die Dominanz einer Nationalsprache führt dabei zu ökonomischen, kulturellen und wissenschaftlichen Ungleichgewichten und Nachteilen für die Personen, welche sich diese Sprache erst als Zweitsprache aneignen müssen. In der Europäischen Union zum Beispiel, mit ihren gegenwärtig offiziell 24 Amtssprachen, wird so die direkte Rede, der wechselseitige unmittelbare Diskurs der Menschen, auch eine gemeinsame, sinnvolle Politik erheblich erschwert. Die direkten und indirekten Kosten die daraus entstehen sind immens. Ido, eine schöne, neutrale, leicht zu erlernende und auf dem gemeinsamen europäischen kulturhistorischen Fundament basierende Verständigungssprache, könnte hier zum gegenseitigen Verstehen mit gegenseitigem Vorteil beitragen. Für weitere Informationen und Rückfragen stehe ich Ihnen und der Vorstand der Deutschen Ido-Gesellschaft gern per E-Mail oder telefonisch zur Verfügung. Informationen zu Ido und zur Deutschen Ido-Gesellschaft erhalten Sie auch unter der Internetadresse: http://www.idolinguo.de

Mit freundlichen Grüßen.

Dr. D. Groth
dgroth(at)idolinguo(punkt)de
Tel.: +49(O)l76-545-97373
Präsident der Deutschen Ido-Gesellschaft e.V.